Fa-42, 10. Juni 2019, Antwort Vom Sprecher Des Außenministeriums, Herrn Hami Aksoy, Auf Eine Frage Zu Den Berichten Über Die Haftbefehle Der Griechisch-zypriotischen Verwaltung Für Die Besatzung Unseres Bohrschiffes Fatih Und Die Führungskräfte Der Partnerunternehmen Von Turkish Petroleum

Türkiye Cumhuriyeti Dışişleri Bakanlığı 10.06.2019

Wir verfolgen aufmerksam die Berichte, wonach die griechisch-zypriotische Regierung Haftbefehle gegen die Besatzung unseres Bohrschiffes Fatih und gegen die Führungskräfte der Partnerunternehmen von Turkish Petroleum erlassen hat.

Falls die griechisch-zypriotische Regierung, die die Existenz der türkischen Zyprioten ignoriert und ihre Rechte verletzt, tatsächlich eine solche die Grenze überschreitende Entscheidung getroffen hat, wird sie von uns als null und nichtig erachtet. Es sollte niemand daran zweifeln, dass im Falle einer solchen Unverfrorenheit die erforderliche Antwort gegeben wird.

Die griechisch-zypriotische Verwaltung kann eine solche Klage nicht auf der Grundlage eines so genannten nationalen Rechts für ein einseitig beanspruchtes Meeresgebiet erheben, das nicht völkerrechtlich abgegrenzt ist. Dies ist auch mit dem Völkerrecht nicht vereinbar.

Daher werden wir gemeinsam mit unseren zuständigen Behörden die notwendigen gegenrechtlichen Maßnahmen einleiten.

Die Methoden der griechisch-zypriotischen Verwaltung, die vergeblich versuchen, unsere Aktivitäten auf unserem Kontinentalschelf einzustellen, werden zu keinem Ergebnis führen.

Die Türkei wird ihre Öl- und Erdgasexplorations-/Bohraktivitäten weiterhin wie geplant durchführen, um ihre Rechte an ihrem Kontinentalschelf sowie die Rechte der türkischen Zyprioten als Miteigentümer der Insel zu schützen.